Ich liebe es zu schreiben

Was haben ein Meerschweinchen, ein Liebesbrief und eine Leidenschaft gemeinsam? Wenn ihr das herausfinden wollt, dann werft einen Blick durch das Schlüsselloch der Federreiter Blog-Schreibküche.

Was es dort zu entdecken gibt? Erst einmal kein besonders aufgeräumtes Arbeitszimmer, denn die wenigen Quadratmeter muss ich mir ausnahmsweise mit Meerschweinchen Rosella teilen. Sie hat vor einigen Wochen aufgehört zu fressen und muss erst wieder etwas Kraft und Energie zurückgewinnen, ehe sie zu ihren Artgenossen zurück in den Garten darf.

Ich liebe es zu schreiben, aber die Alltagsgespräche drehen sich eher um das kranke Meerschweinchen Rosella.
Rosella

Rosella ist live dabei, wenn ich Themen für Federreiter recherchiere. Sie hört mir aufmerksam zu, wenn ich laut Korrektur lese und sie verschwindet erschrocken in ihrem Haus, wenn ich lautstark meine Freude über ein erneut abgestürztes WordPress-Plugin verkünde.

Leidenschaft geht online

Ich bewundere inzwischen all jene, für die Bloggen zum Alltag gehört und das scheinbar mühelos und locker hinbekommen. So sehr ich das Schreiben liebe, ist es doch etwas ganz anderes, meinen Helden auf eine abenteuerliche Reise zu schicken, als einen strukturierten Artikel zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Insgeheim bin ich froh, dass ich gleich Autor werden wollte und nie Journalist.

Ich liebe es zu schreiben und die Katze liebt es, dass ich endlich still sitze!
Nicht nur Rosella ist zu Gast in meinem Arbeitszimmer …

Doch was motiviert mich? Warum klicke ich mich durch Instagram, Pinterest und überwinde meine große Hürde Facebook, um dort eine Seite für Federreiter zu erstellen?
Die Antwort kam ganz unerwartet, als ich für die Schulbibliothek eine Website erstellen sollte. Innerhalb weniger Tage stand das Gerüst mit den ersten Texten und Bildern. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, weil ich ein Ziel vor Augen hatte: wieder mehr Kinder zurück in die Schulbibliothek und damit zum Lesen zu bringen.

Leidenschaft ist eine unserer größten Triebfedern. Selbst Sportmuffel kämpfen sich durch den Parkour, wenn am Ende die heiß ersehnte Belohnung wartet. In den letzten Wochen bestand mein persönlicher Marathon darin, Unmengen von Blogbeiträgen zu lesen. Ich verfolgte zahlreiche Social Media Kanäle bis ich irgendwann nicht einmal mehr wusste, warum ich das überhaupt mache.

Zurück zu den Wurzeln

Ich verlor mein Ziel aus den Augen, konnte mich nur selten motivieren. Stattdessen widmete ich meine Zeit wieder dem Schreiben. Der grimmige Gesichtsausdruck verschwand, als ich das Schreibprogramm öffnen und endlich wieder in meine Fantasywelt eintauchen konnte.
Nebenbei reflektierte ich, was ich in den letzten Wochen gelesen hatte und irgendwann überkreuzten sich die Gedanken an Schreibgruppe und die Schulbibliotheks-Website. Spontan tippte ich »Ich liebe es zu schreiben« in meine Suchmaschine.

Das Ergebnis war ernüchternd. Wusstet ihr, dass es ein Ich-liebe-es-zu-schreiben Kalendertag gibt?! Super! Außerdem findet man unter diesem Stichwort zahlreiche Ratgeber für das Schreiben von Liebesromanen und Liebesbriefen, aber nur ganz wenige Ausrufe mit der Botschaft: »Ich liebe es zu schreiben!«.

Ich liebe es zu schreiben.

Dabei ist das meine Motivation, ganz schlicht und ergreifend: Ich liebe es zu schreiben! Kaum eine andere Freizeitbeschäftigung – ich vermeide jetzt bewusst das Wort Hobby – erfüllt mich so sehr, wie neue Welten zu erschaffen, mit meinen Helden durch dick und dünn zu gehen. Dennoch wurde ich in der Vergangenheit in die Kiste mit der Aufschrift »Eigenbrödler« gesteckt und mein Umfeld reagierte kaum oder eher mit Unverständnis, wenn es um das Thema Schreiben ging.

Im englischen Sprachraum sind uns die Autoren Meilen voraus. Unter »I love to write« finden sich unzählige Einträge. Kreatives Schreiben, Schreibkurse, Schreibgruppen, Schreibcoaches etc. sind dort weiter verbreitet als bei uns. Schreiben ist und war nie nur eine Freizeitbeschäftigung für »Eigenbrödler«. Es verstecken sich dahinter vor allem sehr kreative und natürlich auch kommunikative Menschen.

Schreiblust statt Frust

Zum Glück habe ich die Federreiter Schreibgruppe gefunden. Dort ist es selbstverständlich über das Schreiben zu sprechen. Es fällt uns so einfach über Erzählperspektiven zu fachsimpeln, wie Anderen, mir Fütterungsempfehlungen für Rosella zu geben. So gern ich das kleine Meerschweinchen auch habe, ich wünschte, ich könnte mit Freunden und Bekannten ebenso leicht und unverkrampft über meinen Schreib-Alltag sprechen.

Wenn ich also eine Motivation habe, meine persönlichen Hürden vor allem im Social Media Bereich zu überwinden, dann vor allem, weil ich liebe es zu schreiben.

Lasst uns diese gemeinsame Leidenschaft teilen, weiter daran arbeiten, das Schreiben durch Blogs und Social Media alltagstauglich zu gestalten und den Kalendertag auf Seite 2 der Suchergebnisse verschieben!

Katze Notizen Fenster Zitat Peter de Vries Schreibgruppe Federreiter

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Kommentar verfassen